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Dienstag, 21 August 2018

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.

Mönchengladbach

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Die Erneuerung der Lebensverhältnisse ist aber nur dann praktisch durchführbar, wenn ihr eine neue Gesinnung zu Grunde liegt" | Theo Hespers 1938

Aktivitäten der Vereine


Geschichtswerkstatt
MENSCHEN KOMMEN,GEHEN UND VERÄNDERN DIE STADT von Karl Boland (Hrsg.), Hans Schürings ...
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Gladbacher Haus der Erinnerung
Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus (Internationalen Holocaust-Gedenktag) Im ...
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Geschichtswerkstatt
Nicht nur in Krefeld, auch in der Vitusstadt gab es einst eine florierende Seidenindustrie. Hans ...
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Theo-Hespers-Stiftung
Rückblick auf den Festakt vor der zukünftigen Theo-Hespers-Gesamtschule vom Samstag, 9. September ...
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Geschichtswerkstatt
Die Gladbacher Spinnerei und Weberei AG – heute Berufskolleg „Die Gebäude der Gladbacher ...
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Gladbacher Haus der Erinnerung
An alle Ratsmitglieder der Stadt Mönchengladbach Sehr geehrte Damen und Herren, der Vorstand des ...
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Geschichtswerkstatt
„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“ Herbert Grönemeyer   Wenn von Heimat ...
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Geschichtswerkstatt
Kriegserfahrungen und Alltagsbewältigung von Karl Boland (Hrsg.), Hans Schürings (Hrsg.) Wie ...
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FrauenVita/Frauengeschichtsverein
Der Frauengeschichtsverein FrauenVita stellte sich der Öffentlichkeit zu Eröffnung des ...
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Geschichtswerkstatt
Mönchengladbacher Lokalhistorie Die „Geschichtswerkstatt“ hat jetzt in den ...
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Dr. phil Doris Sessinghaus-Reisch vom Mittwoch, 7. Dezember 2016 im Gladbacher Haus der ...
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Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
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Vereinsvorstellung GCJZ e.V. MG

  • Veröffentlicht: Sonntag, 11. Februar 2018 12:04
  • Geschrieben von Vorstand der GCJZ e.V.
  • Zugriffe: 381

Die Gesellschaft

Gründung

Im Bewusstsein der Verantwortung, Antisemitismus nie wieder zuzulassen, wurden seit 1948 in Deutschland bislang insgesamt über 80 lokale und regionale Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit gegründet. 1988 wurde mit Vertretern der jüdischen Gemeinde, aus Kirchen, Politik und Bildungseinrichtungen in unserer Stadt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Mönchengladbach (GCJZ-MG) ins Leben gerufen. Sie ist ein eingetragener Gemeinnütziger Verein mit derzeit etwa 200 Mitgliedern.

Ziele und Aufgaben

 

VersammlungZiel und Aufgabe der GCJZ-MG ist es, das friedliche Zusammenleben und das Gespräch zwischen Christen und Juden zu fördern. Ein besonderes Anliegen ist es, Vorurteile und Missverständnisse zu überwinden durch Informationen und Aufldärung sowie persönliche Begegnungen. Obwohl immer wieder versucht wird, gegen den aufkeimenden Antisemitismus anzugehen, zeigen sich in unserer heutigen Gesellschaft wachsende antisemitische Tendenzen. Die Ziele und Aufgaben der GCJZ-MG bleiben somit eine Notwendigkeit und Herausforderung. Die GCJZ-MG will Menschen mit der jüdischen Kultur in Kontakt bringen und bewusst machen, dass die Wurzeln des christlichen Glaubens im Judentum liegen.

DavidsternDarüber hinaus will sie dazu anregen, über den eigenen Umgang mit der deutschen und der persönlichen, familiären Geschichte nachzudenken. Sie erwartet von ihren Mitgliedern offenes und tatkräftiges Eintreten überall da, wo Menschen angegriffen werden und gegen die Grundsätze der Menschenwürde verstoßen wird (vgl. Satzung der GCJZ-MG). Deshalb versucht sie, mit Schulen und Bildungseinrichtungen,Vertretern der jüdischen Gemeinde MG, Kirchen, Einzelpersonen, privaten und öffentlichen Institutionen zusammenzuarbeiten.

Tätigkeiten und Angebote

Zur Verwirklichung ihrer Ziele veranstaltet die GCJZ-MG selbst Tagungen und Vorträge zu Themen wie Judentum, Shoa und Christentum.

Sie vermittelt in Zusammenarbeit mit Bildungsträgern in der Stadt Wissen über Kultur, Brauchtum, Alltagsleben, Geschichte und Religion. Auch der musische Bereich hat hier einen festen Platz. Außerdem bietet sie Exkursionen an zu Stätten jüdischen Lebens in Deutschland und Mitteleuropa.

Umsetzung

Aktiv beteiligt sich die GCJZ-MG an der Erinnerungskultur wie dem Internationalen Holocaust-Gedenktag nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz (27. Januar), der Woche der Brüderlichkeit (jeweils in der ersten Woche im März) und dem Gedenken an die Reichspogromnacht (9./10. November) und lädt ein zur Teilnahme an diesen Veranstaltungen.
Nach Abstimmung mit der jüdischen Gemeinde ist der Besuch von einigen erhaltenen jüdischen Friedhöfen im Raum Mönchengladbach möglich.
 
"Wir sind keine
Fremden
mehr, sondern
Freunde und
Geschwister...  Alle
Christen haben
jüdische Wurzeln"
Papst Franziskus beim 'Treffen mit dem Internationalen
Rat der Christen und Juden (ICCJ) im Vatikan, 30.Juni 2015

Stolperteine

Stolperstein Walter Levy2006 wurden zum Gedenken an die ermordeten Gladbacher Juden durch den Künstler Günter Dremnig die ersten „Stolpersteine“ in Mönchengladbach im Bürgerseig verlegt. Bis März 2016 haben Paten 255 Stolpersteine gestiftet, auch für nicht-jüdische Opfer der nationalistischen Gewaltherschaft und für einige Verfolgte, die überlebt haben. Auf Antrag ist die Verlegung weiterer Stolpersteine möglich

Informationen zu einer Patenschaft gibt das Büro des Oberbürgermeisters Tel: 021 61 / 25 25 07

Juden in Mönchengladbach

Als Nachbarn lebten sie mitten unter uns

Seit Generationen waren Juden eingebunden und verwurzelt in Geschichte und Kultur Deutschlands, in Mönchengladbach nachgewiesen seit dem 14. Jahrhundert. Im Ersten Weltkrieg verteidigten sie als treue Staatsbürger die Heimat.

In den Grenzen unserer heutigen Stadt lebten bei der Machtübernahme durch Adolf Hitler im Jahre 1933 rund 210 000 Menschen. Von ihnen gehörten etwa 1350 in den vier Synagogengemeinden M.Gladbach, Rheydt, Wickrathberg und Odenkirchen dem jüdischen Glauben an.

 Synagoge in der Blücherstraße, damals Karlstraße.
Mönchengladbach 1889

Synagoge Blcherstrae 1889 InnenansichtIhr Leben wurde ausgelöscht

Alles aber, was auf ihre Existenz hinweisen konnte, wurde vernichtet. Am 9./10. November 1938 brannten die Synagogen in Deutschland, so auch im Raum Mönchengladbach. Zusätzlich wurden die jüdischen Friedhöfe geschändet, teilweise zerstört.

Nur wenige Juden hatten 1945 die Gewaltherrschaft und die Shoa (=Vernichtung) überlebt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung der Konzentrationslager kehrten trotz allen erfahrenen Leids einige der Überlebenden im Lauf der Jahre in ihre Heimatstadt Mönchengladbach zurück.

Die Situation der Gemeinde heute

Anstelle der vier zerstörten Synagogen im Raum Mönchengladbach wurde 1967 ein neues Gemeindehaus auf der Albertusstraße eingeweiht, unweit der Gladbacher Synagoge von 1882/83 auf der Karl-, heute Blücherstraße. Nach der Öffnung der Grenzen 1989 konnte das jüdische Gemeindeleben durch die Zuwanderung aus dem Osten, vorwiegend aus der früheren Sowjetunion, wieder belebt werden. Bis heute jedoch war der Kultusgemeinde die Realisierung einer repräsentativen Synagoge nicht möglich.

Die Gegenwart

Hoffnungsvolle Zeichen

1974 wurde an der Stadtbibliothek eine Gedenktafel mit Davidstem und Relief der ehemaligen Synagogenfassade aufgestellt. 1988/89 erschien das dreibändige Werk von Günter Erckens über „Juden in Mönchengladbach". 1989 besuchten auf Einladung » der Stadt rund 150 Juden, ehemalige Mönchengladbacher Bürger, ihre alte Heimat, später auch der Philosoph Hans Jonas. Die Ausstellung „Spuren jüdischen Lebens in Mönchengladbach" bereicherte den Besuch. 1990 wurde Hans Jonas Ehrenbürger der Stadt, 1998 erhielt er ein Denkmal im Hans-Jonas-Park am Abteiberg. 1998, 2002, 2007 und 2015 gab es Tage der jüdischen Kultur. 2006 erschien das Buch von Doris Schilly „Mitten unter uns. Jüdisches Leben in Mönchengladbach". 2011 machte der „Zug der Erinnerung" in Mönchengladbach Station, 2014 fand in der Jugendkirche die Ausstellung „Deportiert ins Ghetto" statt.

Dachorganisation

Die GCJZ-MG arbeitet mit ihren Schwestergesellschaften zusammen im Dachverband „Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit - Deutscher Koordinierungs-Rat Frankfurt am Main e. V.", Schirmherr ist der Bundespräsident. Gemeinsam treten die Gesellschaften ein gegen weltanschaulichen Fanatismus, Rassendiskriminierung, Benachteiligung oder Verfolgung von Minderheiten, gesellschaftliche Ausgrenzung und nationale Überheblichkeit. Sie setzen sich ein für die Geschwisterlichkeit aller Menschen ohne Unterschied hinsichtlich Glauben, nationaler oder ethnischer Herkunft. Nachbargesellschaften gibt es u.a. in Aachen, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Krefeld, Moers, Neuss, Recklinghausen und Wuppertal.

Kontakt

Die „Gesellschaft“ sucht Mitglieder, Förderer, Gleichgesinnte, Spender, junge Leute, Freunde.

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Mönchengladbach e.V.

Hehner Straße 54
41069 Mönchengladbach

Tel. 021 61 / 678 12 13 (Anrufbeantw.)

www.gcjz-mg.de

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Konto: Stadtspark. Mönchengladbach
IBAN: DE78 3105 0000 0000 1831 03

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