Standort

Standort
Dienstag, 19 November 2019

Geschichtswerkstatt

Mönchengladbach

FrauenVita | Frauen- geschichtsverein e.V.
Wir stellen uns vor
AKTUELLES | INFO | VERANSTALTUNG
Geschichtswerkstatt Mönchengladbach
Wir stellen uns vor
AKTUELLES | INFO | VERANSTALTUNG
Ges. f. Christl.- Jüd. Zusammenarbeit e.V.
Wir stellen uns vor
AKTUELLES | INFO | VERANSTALTUNG
Theo-Hespers-Stiftung e.V.
Wir stellen uns vor
Die Erneuerung der Lebensverhältnisse ist aber nur dann praktisch durchführbar, wenn ihr eine neue Gesinnung zu Grunde liegt" | Theo Hespers 1938

Aktivitäten der Vereine


Theo-Hespers-Stiftung
Kommentar Dieser Straßenname ist eindeutig eine Angelegenheit, über die der Rat unserer Stadt entscheiden muss.Straßennamen von Persönlichkeiten sind eine Ehrung. Eine nachträgliche Beurteilung sollte berücksichtigen, wer, wann und mit welcher Intention diese Ehrung ...
[mehr]
FrauenVita/Frauengeschichtsverein
Am 19.Januar 1919 konnten Frauen erstmals zu den Wahlen der Verfassungsgebenden Nationalversammlung als Kandidatinnen antreten und wählen. 82 Prozent der Frauen nahmen damals ihr Wahlrecht wahr und der Frauenanteil in der Nationalversammlung betrug 9 Prozent. Am 30. November 1918 wurde nach ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
Mönchengladbach und seine Richtlinien für Straßenbenennungen (LagebezRL MG) „Ich rede von der Demokratie als etwas Kommendem. Das, was schon jetzt so heißt, unterscheidet sich von den älteren Regierungsformen allein dadurch, daß es mit neuen Pferden fährt: Die Straßen sind noch die ...
[mehr]
Gladbacher Haus der Erinnerung
Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus (Internationalen Holocaust-Gedenktag) Auch dieses Jahr hatten die beiden Mitgliedsvereine des "Gladbacher Haus der Erinnerung e.V.", die Gesellschaft für Christlich-Jüdische-Zusammenarbeit MG e.V. und die Theo-Hespers-Stiftung e.V. zu einer ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
Ein Diskussionspapier „Die gestaltete Stadt kann ‚Heimat‘ werden, die bloß agglomerierte nicht, denn Heimat verlangt Markierungen der Identität eines Ortes.“ (Alexander Mitscherlich) [2]     Schon lange machen sich mehr oder weniger kluge Köpfe in und ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
MENSCHEN KOMMEN,GEHEN UND VERÄNDERN DIE STADT von Karl Boland (Hrsg.), Hans Schürings (Hrsg.) Das Anliegen des Buch es ist es, am Beispiel der Stadt Mönchengladbachzu zeigen, dass Zu- und Abwanderungen von Menschen bzw. Menschengruppenin ihren vielfältigenFormen und Erscheinungen im ...
[mehr]
Gladbacher Haus der Erinnerung
Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus (Internationalen Holocaust-Gedenktag) Im neuen Ernst-Christoffel-Haus, dem evangelischen Gemeindehaus an der Wilhelm-Strauß-Straße in Mönchengladbach-Rheydt, fand die diesjährige Gedenkstunde für alle Opfer des Nationalsozialismus ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
Nicht nur in Krefeld, auch in der Vitusstadt gab es einst eine florierende Seidenindustrie. Hans Schürings von der Geschichtswerkstatt erläutert am Beispiel des ehemaligen Unternehmens Max Arnz, welche Bedeutung diese zeitweise hatte. Das ursprüngliche Werk um das Jahr 1950 herum. 1929 war ...
[mehr]
Theo-Hespers-Stiftung
Rückblick auf den Festakt vor der zukünftigen Theo-Hespers-Gesamtschule vom Samstag, 9. September 2017 Ansprachen Ferdinand Hoeren, Theo-Hespers-Stiftung e.V. Hans Wilhelm Reiners, Oberbürgermeister Susanne Titz, Museumsdirektorin Abteiberg (Raphaela Hahn, Schulleiterin der ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
Die Gladbacher Spinnerei und Weberei AG – heute Berufskolleg „Die Gebäude der Gladbacher Aktienspinnerei und Weberei kennzeichnen beispielhaft die Entwicklung der Fabrikarchitektur im Rheinland um 1850. Diese stellt sich durch eine bewußte Inszenierung mit Bedeutungsformen aus der ...
[mehr]
Gladbacher Haus der Erinnerung
An alle Ratsmitglieder der Stadt Mönchengladbach Sehr geehrte Damen und Herren, der Vorstand des GHE begrüßt es, dass der Rat beschließen will, dem „Riga-Komitee“ beizutreten, und die Stadt Mönchengladbach sich verpflichtet, für Erhalt und Pflege der Gedenkstätte in Riga mindestens ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“ Herbert Grönemeyer   Wenn von Heimat gesprochen wird hat dies sehr viel mit Tradition vor Ort bzw. dem näheren individuellen Umfeld zu tun. Dazu gehören vor allem Gefühle, Erinnerungen und soziale Anbindungen und Zugehörigkeiten, ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
Kriegserfahrungen und Alltagsbewältigung von Karl Boland (Hrsg.), Hans Schürings (Hrsg.) Wie hat der Erste Weltkrieg das Leben in Mönchengladbach geprägt? Die Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit den Geschehnissen in den Städten und Gemeinden in der Region, die heute die Stadt ...
[mehr]
FrauenVita/Frauengeschichtsverein
Der Frauengeschichtsverein FrauenVita stellte sich der Öffentlichkeit zu Eröffnung des Gladbacher Hauses der Erinnerung (GHE) unter dem Thema „Frauenbilder - Frauengeschichten“ vor – gleichlautend zum Titel der Ausstellung, die an diesem Tag in den neuen ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
Mönchengladbacher Lokalhistorie Die „Geschichtswerkstatt“ hat jetzt in den Räumen des „Gladbacher Hauses der Erinnerung“ einen Raum gefunden, im dem lokalhistorische Projekte erarbeitet und einem interessierten Publikum vorgestellt werden können. Die Arbeit ...
[mehr]
Geschichtswerkstatt
Dr. phil Doris Sessinghaus-Reisch vom Mittwoch, 7. Dezember 2016 im Gladbacher Haus der Erinnerung     Geschichtswerkstatt Mönchengladbach
[mehr]
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
[mehr]
Prev Next

Soziales Mönchengladbach – Die Stadt für alle [1]

Beitragsseiten

Ein Diskussionspapier

„Die gestaltete Stadt kann ‚Heimat‘ werden, die bloß agglomerierte nicht, denn Heimat verlangt Markierungen der Identität eines Ortes.“ (Alexander Mitscherlich) [2]

Foto: Blick Aus dem Wasserturm über Mönchengladbach

 

 

Schon lange machen sich mehr oder weniger kluge Köpfe in und außerhalb der Stadt Mönchengladbach darüber Gedanken, was denn das kulturell Besondere, Originäre, Einzigartige, Charakteristische und vor allem aber auch sozial Verbindende an Mönchengladbach sein könnte. Einen zentralen, die heutige Stadt umfassenden, Ursprungsmythos, wie in manchen anderen Städten, gibt es hier nicht. Können Niers, Textilindustriekultur, rheinischer Kapitalismus und Sozialkatholizismus, die Vielfalt der Honschaften oder gar die vielen Grünflächen (einst: „Grüner Bogen“) eine Identität stiften, oder wie es Prof. Jung jüngst in einem Vortrag formulierte, Mönchengladbach zu einer Marke machen, vergleichbar mit bekannten Markenprodukten, oder auch Städten wie Paris (Die Stadt der Liebe) oder Rom (Die ewige Stadt)? Wozu ist dies überhaupt notwendig oder für wen relevant?

Mönchengladbach ist nicht erst seit der einschneidenden Deindustrialisierung der Textil- und Bekleidungsindustrie ab Ende der 1960er Jahre eine „arme“ Stadt. Damit ist zunächst nicht der städtische Haushalt gemeint (Schuldenstand heute ca. 1,1 Mrd. Euro). „In Mönchengladbach ist fast jeder Fünfte arm.“[3] Dieser Zustand ist in Deutschland seit Jahren in einigen Regionen in stark verfestigter Form vorzufinden, wozu u.a. das Ruhrgebiet gehört und eben auch einige Städte am Niederrhein. „Armut“ muss an erster Stelle als eine Relation zu einem sozialen „Normalzustand“ betrachtet werden und ist keinesfalls ein qualitatives Merkmal für die davon betroffenen Menschen zu werten. Leben in Armut ist eben ein Leben unter anderen Umständen (Einkommen, Bildung, Wohnen, Gesundheit etc.) als unter Wohlstands- Verhältnissen. Deswegen sprechen wir auch von einer „Kultur der Armut“, wenn sich ein Gemeinwesen darin eingerichtet hat bzw. einrichten musste.

Die Stadt Berlin hatte versucht, mit dem Slogan „Arm, aber sexy“ (Klaus Wowereit, 2003) die mit hoher Arbeitslosenzahl und hoher Hartz IV-Quote gekennzeichnete soziale Situation in der Stadt mit einem Werbegag aufzuwerten.
Warum muss man immer drum herum reden, dass in Mönchengladbach die Arbeitslosigkeit und Langzeitarbeitslosigkeit recht hoch ist, ebenso die Anzahl der Hartz-IV-Empfänger (18,6%) und auch – sehr bedauernswert - die Kinderarmut? Aber auch die Schulabbrecher-Quote, die vielen äußerst geringen Renten und die hohen Zahlen der sogenannten „Aufstocker“, die von ihrem Arbeitsentgelt allein nicht existieren können, gehören dazu. Die Auswirkungen der Deindustrialisierung sind immer noch allgegenwärtig und produzieren im Laufe der Zeit eben eine Kultur der Armut. Ein soziales Konzept, wie dieser nunmehr fast 50 Jahre dauernden Entwicklung wirksam entgegengetreten werden kann, gibt es schlichtweg nicht.

Demgegenüber wurden verschiedene Ideen und Visionen entwickelt, die insbesondere primär mit baulichen bzw. städteplanerischen Mitteln Mönchengladbach voranbringen sollen. Allen voran der „Masterplan 3.0“ und „MG+ - Wachsende Stadt“. Doch berechtigterweise muss die Frage gestellt werden, so überzeugend die Ideen auch sein mögen, welche sozialen Gruppen aus der Stadtbevölkerung denn von diesen Maßnahmen profitieren werden und wer eher ein höheres Risiko erleiden wird, zukünftig als Betroffener von „Gentrifizierungsprozessen“ aus seiner preisgünstigen Wohnung verdrängt zu werden? Steine und Beton sind nicht unbedingt Mittel mit denen man Menschen emotional erreichen, geschweige denn begeistern kann, warum ist klar. Schafft dies Orientierung, Identifikation, Zufriedenheit und inneren Zusammenhalt in der Mehrheit der Mönchengladbacher, wie es Prof. Jung nennt? Werte und Emotionen werden durch Bauprogramme bzw. stadtentwicklerische Aktivitäten nicht stadtumfassend aktiviert.

gspeechLassen Sie sich die Texte auf dieser Seite vorlesen. Markieren Sie dazu den Text und klicken anschließend auf das eingeblendete Lautsprecher- symbol. 

Vereinsvorstellung Geschichtswerkstatt Mönchengladbach

Logo GW

Die „Geschichtswerkstatt“ ist ein Zusammenschluss von Personen, die sich bereits seit über 25 Jahren mit der Lokalgeschichte Mönchengladbachs beschäftigen. Hier sind im Laufe der Jahre Ausstellungen, Bücher und Aufsätze entstanden, die sehr unterschiedliche Themen der Stadtgeschichte aufgreifen. So z.B. zuletzt ein Buch über Mönchengladbach und der Erste Weltkrieg, ein Aufsatz über Joseph Beuys und Mönchengladbach, das Problem der Säuglingssterblichkeit bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, die Geschichte des Karnevals in Rheydt, die Zwangsarbeit von Ausländern während der Zeit des II. Weltkrieges, ein Aufsatz über das „Gladbacher Haus“ und vieles andere.

Die „Geschichtswerkstatt“ fühlt sich einem sozialhistorischen Ansatz unter alltagshistorischer Perspektive verpflichtet. Die Bemühungen gehen dahin, die Wirkung historischer Prozesse auf das Alltagsleben der Menschen zu untersuchen und dies unter Berücksichtigung der Besonderheiten des regionalen Umfeldes.

Click to listen highlighted text! Powered By GSpeech