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Dienstag, 18 Dezember 2018

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Mönchengladbach

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Die Erneuerung der Lebensverhältnisse ist aber nur dann praktisch durchführbar, wenn ihr eine neue Gesinnung zu Grunde liegt" | Theo Hespers 1938

Aktivitäten der Vereine


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Ein Diskussionspapier „Die gestaltete Stadt kann ‚Heimat‘ werden, die ...
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MENSCHEN KOMMEN,GEHEN UND VERÄNDERN DIE STADT von Karl Boland (Hrsg.), Hans Schürings ...
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Gladbacher Haus der Erinnerung
Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus (Internationalen Holocaust-Gedenktag) Im ...
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Nicht nur in Krefeld, auch in der Vitusstadt gab es einst eine florierende Seidenindustrie. Hans ...
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Theo-Hespers-Stiftung
Rückblick auf den Festakt vor der zukünftigen Theo-Hespers-Gesamtschule vom Samstag, 9. September ...
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Die Gladbacher Spinnerei und Weberei AG – heute Berufskolleg „Die Gebäude der Gladbacher ...
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Gladbacher Haus der Erinnerung
An alle Ratsmitglieder der Stadt Mönchengladbach Sehr geehrte Damen und Herren, der Vorstand des ...
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„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl“ Herbert Grönemeyer   Wenn von Heimat ...
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Kriegserfahrungen und Alltagsbewältigung von Karl Boland (Hrsg.), Hans Schürings (Hrsg.) Wie ...
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Der Frauengeschichtsverein FrauenVita stellte sich der Öffentlichkeit zu Eröffnung des ...
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Mönchengladbacher Lokalhistorie Die „Geschichtswerkstatt“ hat jetzt in den ...
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Dr. phil Doris Sessinghaus-Reisch vom Mittwoch, 7. Dezember 2016 im Gladbacher Haus der ...
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Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
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Soziales Mönchengladbach – Die Stadt für alle [1]

Beitragsseiten

 

Gerne wird von Verantwortlichen der Stadt Mönchengladbach im Zusammenhang mit der „Wachsenden Stadt MG+“ diese als „Konzern“ bezeichnet. Es ist seit Jahren in kommunalen Führungsgremien Mode geworden, vom „Konzern Stadt“ zu sprechen. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass der Begriff Konzern aus dem Gesellschaftsrecht der Wirtschaft kommt und wir wissen alle, dass man dort mit Demokratie, Bürgerbeteiligung und Daseinsvorsorge nichts am Hut hat. Ist die Bezeichnung „Konzern Stadt“ vielleicht auch Programm? Sollte damit etwa die Abkehr von der allgemeinen Daseinsvorsorge als Ziel der Kommunalpolitik verbunden sein? Niemand fragt bisher jedoch nach einer corporate identity (dem Selbstbild) des sogenannten Konzerns Mönchengladbach. Auch bleiben Bilanzen schuldig, die ausweisen, welche Vorteile der Konzern Mönchengladbach für die allgemeine Wohlfahrt der Mönchengladbacher bedingt.

Sind allein schon viele Mönchengladbacher aufgrund ihres sozialen Status von der Teilhabe am sozialen, politischen und kulturellen Leben ausgegrenzt, kommt noch ein anderer wichtiger Faktor hinzu. Auch aus anderer Perspektive sind viele Mönchengladbacher nicht in das kommunale Geschehen einbezogen oder aber auch gar nicht daran interessiert. Z.B. macht dies die Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl mit ca. 45% (2014) deutlich. Nimmt man die nicht Wahlberechtigten und sowie die damals 14-jährigen hinzu, ergibt sich, dass ca. 2/3 aller derzeitigen Mönchengladbacher (also ~175.000 Einwohner) nicht durch die Kommunalpolitik in Mönchengladbach vertreten sind. Dazu muss auch gesagt werden, dass die Wahlbeteiligung in Mönchengladbach schon seit langen Jahren deutlich geringer ausfällt, als es im Landesdurchschnitt üblich ist. Mittlerweise kann man sagen, dass eine deutlich unterdurchschnittliche Wahlbeteiligung auch zu den Merkmalen einer Armutskultur gehört.

Eng damit zusammen hängt auch die mangelnde Bindung, um nicht zu sagen Identität, an die Stadt Mönchengladbach überhaupt. Man erwartet nicht viel, um nicht zu sagen: vielfach gar nichts. Auf das Problem der starken Ortsteilbezogenheit (darüber hinaus gibt es ja auch nicht viel und sie liegt im wahrsten Sinn nah) soll an dieser Stelle nicht näher eingegangen werden. Seit der Gebietsreform von 1975, als die heutige Stadt Mönchengladbach zu einer Verwaltungseinheit zusammengepuzzelt wurde, ist kaum ernsthaft versucht worden die Stadt als eine „soziale“ Einheit zu denken. Es ist zwar in den vergangen Jahren viel Aufwand in die Veranstaltungskultur der Stadt mit zahlreichen „neuen Formaten“ der Eventisierung gesteckt worden, doch das Problem der mangelnden populären Identifizierung mit der Gesamtstadt konnte man damit bislang nicht beheben.

Damit kann der gegenwärtige Zustand in der Stadt Mönchengladbach sehr treffend mit dem Topos des „Rasenden Stillstandes“ von Paul Virilio beschrieben werden. Während es bei zahlreichen Bauprojekten nicht schnell genug mit der Realisierung gehen kann, ist ein Großteil der Mönchengladbacher Einwohner, insbesondere der weitaus nominell stärkere aber sozial schwächere Teil, nicht nur vom Wohlstand und Wachstum, sondern auch durch Ausgrenzung und mangelnde Teilhabe emotionalemphatisch vom Gemeinwesen Mönchengladbach, abgehängt. Was kann aber helfen, „die auseinanderdriftende Gesellschaft“ (so der neue Fraktionsvorsitzende der CDU in Berlin, Ralph Brinkhaus) [4] zusammenzuhalten?

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Vereinsvorstellung Geschichtswerkstatt Mönchengladbach

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Die „Geschichtswerkstatt“ ist ein Zusammenschluss von Personen, die sich bereits seit über 25 Jahren mit der Lokalgeschichte Mönchengladbachs beschäftigen. Hier sind im Laufe der Jahre Ausstellungen, Bücher und Aufsätze entstanden, die sehr unterschiedliche Themen der Stadtgeschichte aufgreifen. So z.B. zuletzt ein Buch über Mönchengladbach und der Erste Weltkrieg, ein Aufsatz über Joseph Beuys und Mönchengladbach, das Problem der Säuglingssterblichkeit bis in die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, die Geschichte des Karnevals in Rheydt, die Zwangsarbeit von Ausländern während der Zeit des II. Weltkrieges, ein Aufsatz über das „Gladbacher Haus“ und vieles andere.

Die „Geschichtswerkstatt“ fühlt sich einem sozialhistorischen Ansatz unter alltagshistorischer Perspektive verpflichtet. Die Bemühungen gehen dahin, die Wirkung historischer Prozesse auf das Alltagsleben der Menschen zu untersuchen und dies unter Berücksichtigung der Besonderheiten des regionalen Umfeldes.

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